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Private Eigentümer: Mietanstieg geringer | 17.06.2019

Private Eigentümer: Mietanstieg geringer

Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen, dass die Mieten im Jahr 2018 der privaten Kleinvermieter weniger als die Mieten von öffentlichen Trägerschaften zbw. Wohnungsgenossenschaften und von privaten Wohnungsunternehmen stiegen.

Das Bundesamt hatte im Zuge der Umstellung des Verbraucherpreisindex auf ein neues Basisjahr(von 2010 auf 2015) Veränderungen in der Methodik vorgenommen und auch die Mietenstichprobe komplett überarbeitet. Erstmals wird sie nun nach Vermieter- und regionbezogenen Kreistypen differenziert.

Bisher wurden Wohnobjekte nur nach Wohneinheit (Wohnung, Einfamilienhaus), Baujahr (bis 1948/ab 1949), Größe (bis/über70 m’) und Bundesland unterteilt. Auf Basis der Ergebnisse der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) im Rahmen des Zensus wird nun zwischen

privaten Kleinvermietern(private Eigentümer),
öffentlichen Trägerschaften bzw. Wohnungsgenossenschaften sowie
privaten Wohnungsunternehmen unterschieden.

Die neue Methodik zeigt: Private Eigentümer bzw. sog. Kleinvermieter haben die Mieten seit 2o15 um rund 4 Prozent erhöht, die privaten Wohnungsunternehmen dagegen um 6 Prozent.

Da die privaten Kleinvermieter etwa 66 % aller Mietwohnungen stellen,wirkt sich die neue Methodik auch auf das Gesamtbild aus. Darin waren die privaten Kleinvermieter bislang unterrepräsentiert vertreten. Werden sie nun entsprechend ihrer Bedeutung auf dem Markt bei der Ermittlung des Mietenindex gewichtet, so fallen die Mietpreissteigerungen geringer aus als bislang für die Jahre 2015 bis 2018 berechnet.

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